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Ein opensuse 13.2(42.3) für XEN installieren

Die initiale webtropia opensuse 13.2/42.3 Grund-Installation hat eine einzige 922 Gigabyte Systempartition für "/", die für unsere Zwecke viel zu groß ist. Weiterhin ist das eine sehr schlanke Version ohne RAID1-Funktionen, die mit viel Mühe aufgebohrt werden müsste. Das ginge bei einer kompletten opensuse NET-Installation mit auto-yast2 viel komfortabler. - Und dafür brauchen wir eine grafische Konsole in einer "KVM", einer Kernel basierende "Virtual Machine".
. - Und das geht alles in dem sogenannten Rescue-System GRML.

  • Nochmal für Laien : Das Kürzel "KVM" hat zwei Bedeutungen, entweder ist es eine virtuelle Kombination von einem "Keyboard-Video-Mouse" Bildschirmarbeitsplatz, als wenn man vor dem echten Bildschirm des physikalischen Servers samt Tastatur und Maus sitzen "würde" oder es ist eine sogenannte "Kernel basierende Virtuelle Maschine".

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(1) Also der Reihe nach :

(1) Versetzen Sie Ihren Server dazu zunächst über das ZKM-Webinterface in den "Rescue-Modus" und speichern Sie das dort nach einer Weile angezeigte temporäre putty-Passwort irgendwo bei Ihnen lokal ab und verbinden Sie sich via SSH (z.B. via Putty) mit dem Server.

(2) Installieren Sie auf dem Rescue Debian zunächst eine "KVM" (Kernel based Virtual Machine). Dazu benötigen Sie das folgende (ausgetüftelte) Kommando:

apt-get update && apt-get upgrade && apt-get install kvm

oder auch

aptitude update &&
aptitude upgrade && aptitude install kvm

(3) Jetzt eine temporäre 2GB Ramdisk anlegen/einrichten

(3) Auf dem neuen nackten System haben Sie RAM ohne Ende. Nachdem die KVM installiert wurde, benötigen Sie eine temporäre Partition im RAM, damit Sie das für die Installation zu ladende ISO-Image dort ablegen können. 2 Gigabyte ist viel, aber wir haben ja genug RAM.
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mount -ttmpfs -osize=2G tmpfs /tmp

Will ich jedoch aus einer 4,7GB DVD instalieren, sind 6GB viel besser - bei 32GB RAM ist das kein Problem.

Dann
mount -ttmpfs -osize=6G tmpfs /tmp
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(4) Ein Boot-Image in die RAM-Disk laden

Laden Sie das gewünschte NET-Image (es wird hier ganz simpel "image.iso" genannt) in diese RAM-disk nach /tmp/image.iso herunter.

Dieser gestartete kleinste opensuse 42.3 Installations-Kernel erkennt auf jeden Fall, welche Festplatten vorhanden sind - das macht das opensuse auto-YAST2 Installationsprogramm alles fast automatisch - und damit kann man RAID Systeme bauen .......
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Ein noch verfügbares 42.3 Repository für die Versionen samt der letzten Updates ist zum Beispiel der ftp5.gwdg.de. Das Webtropia Repository lädt naürlich viel schneller, weil die Server direkt "nebenan" stehen.
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Sinnvollerweise holt man sich das zu startende Boot-Image aus dem Webtropia Repository in die temporäre RAM-Disk und installiert von nun an auch vorn dort. Bei mir ist das das opensuse 42.3 NET Image (mit nur ca. 108 MB Größe)  Die Kommando-Zeile lautet:
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wget -O /tmp/image.iso repo.myloc.de/opensuse/42.3/iso/openSUSE-Leap-42.3-NET-x86_64.iso

weitere Links auf Repos sind (wenn man die Nameserver aktiviert hat !!!!!!) :
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  1. repo.myloc.de
  2. repo.myloc.de/hpe-fwpp/SUSE/
  3. repo.myloc.de/opensuse/42.3/repo/oss/
  4. repo.myloc.de/opensuse/42.3/repo/non-oss/

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Dort gibt es aber KEINE aktuellen "Update"-Repositories. Die kommen wiederum von hier her : - - - - ftp5.gwdg.de/pub/opensuse

Hilfreich könnte (hier unter debian) auch der icewm Windowsmanager für VNC sein.

apt-get install icewm - geht aber nicht ??????????
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(6a) Ab hier wirds richtig interessant . . . die VM starten . . .

(6) Starten Sie nun die KVM (= die Kernel based Virtuelle Machine) : Es wird auf der Basis des bereits laufenden Debian 9.0 Rescue-Systems eine "virtuelle Maschine" - aus der soeben angelegten RAM-Disk - gestartet.

  • Die Idee ist gut, hat aber den "großen" Nachteil, daß das neu zu installierende Betriebssystem jetzt auf dem GRML- Rescue-System, dem Debian Hypervisor "aufsetzt" und die physikalische (hier von Realtek) Netzwerkkarte NICHT sieht, sondern die "virtuelle" Intel Netzwerkkarte des Hypervisors - und das ist eine Intel Chip kompatible Schnittstelle.

  • Starte ich später das neu installierte opensuse Betriebssystem von der Platte direkt ohne die Rescue-Basis, bleibt der Netzwerk-Weg nach draußen erst mal gesperrt, weil die Hardware unten drunter einen Realtek basierenden Chip hat. Das muß später korrigiert werden. Weiterhin wurden natürlich auch die Partitionen auf der Festplatte über die Schnittstelle des Hypervisors angesprochen und zugeordnet. Man muß also ganz schön aufpasen.


Mit dieser Zeile auf der Konsole wird die virtuelle Maschine gestartet : ( Ich eröffne dazu sogar noch ein 2. und/oder 3. "putty Fenster".)

Die "vnc"-Optionen scheinen wichtig zu sein - zum Beispiel der Zeichensatz und das Keyboard ("-k de").
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kvm -enable-kvm -hda /dev/sda -hdb /dev/sdb -m 1024 -vnc :0 -k de -cdrom /tmp/image.iso -boot d
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neu :
kvm -enable-kvm -hda /dev/sda -hdb /dev/sdb -m 2048 -smp cores=4 -vnc :0 -k de -cdrom /tmp/image.iso -boot d


Jetzt habe ich mit "-k de" in der Grafik-Konsole der KVM die deutschen Umlaute korrekt.
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  • Anmerkung 1 : Die Putty SSH-Console im GRML, in der diese KVM mit der obigen Befehlszeile aufgerufen wurde, muß aktiv bleiben. Sonst ist die neue (virtuelle Maschine) KVM wieder weg !!!!

  • Anmerkung 2 : Beachten Sie die in der Kommandozeile spezifizierte neue VNC Instanz für die KVM ":0", mit der Sie den KVM-VNC Client starten müssen. Die anderen GRML VNC Instanzen beginnen ja immer automatisch fortlaufend mit ":1" und dann ":2" usw.

  • Anmerkung 3 : Hier in der obigen Kommandozeile sehen sie, daß die beiden physikalischen Festplatten separat angesprochen werden. Die spätere paarweise Verknüpfung mit dem "yast2 partitioner" von jeweils 2 gespiegelten Partitionen (immer von zwei identischen Partitionen z.B. sda6 und sdb6) zu einer (Software-) RAID1-Partition (als Beispiel zu md6) macht dann das installierte opensuse Betriebssystem mit seinen RAID Treibern.

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(6b) Achtung - Jetzt ist die neue KVM verfügbar (online)

Holen Sie sich mit Ihrem lokalen VNC Client die grafische Konsole dieser virtuellen Maschine (Achtung die VNC Instanz der KVM ist laut Komandozeile jetzt ":0" !!) - und dort sehen Sie schon das wartende initiale Menü des opensuse Install-Images. In der Kommandozeile hatten wir am Ende die "-boot d" Option, damit wird das ISO Image sofort "ausgeführt" und wartet, es wird also der opensuse Install-Screen direkt angezeigt.

Amerkung 1 : Diese VNC Instanz ist sofort ohne Passwort auf dem Bildschrim. Will der VNC Client ein Passwort haben, sind Sie mit einer falschen IPv4 Nummer auf der falschen Hochzeit gelandet.

Amerkung 2 : Zur späteren Pflege, wenn zum Beispiel das installierte System auf der Festplatte abgestürzt ist, können hier aus diesem Init-Menü (theoretisch) auch das bereits installierte Betriebs-System von der Festplatte booten.
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WICHTIG : Diese aufgerufene Kommando-Zeile hier in diesem zweiten (oder dritten) putty-Fenster müssen Sie unbedingt so stehen lassen, denn Sie erhalten keine Antwort bzw. Quittung oder Rückmeldung des Vollzugs der Einrichtung und Funktion - also daß die VM bereits aktiv läuft. - Jetzt kann der lokale VNC Client (z.B. auf Ihrem Windows PC) mit der Server Haupt-IP und der Option ":0" gestartet werden.
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(6c) Wir benötgen dieses Image auch zum Booten

Ist auf der Festplatte bereits ein Betriebssystem eingerichtet, das seine Macken hat und nicht mehr von alleine starten will, dann laden wir dieses opensuse Image und wählen "Starten von Festplatte" aus.
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