Hier nochmal eine Zusamenfassung für alle Fälle
Dieser Artikel ist vom November 2025 - In vielen Anleitungen und Kommentaren wird viel zu oberflächlich oder zu flach eingestiegen und der Leser, der weniger erfahren ist, steht auf dem Schlauch. Ein solches Beispiel gibt es bei den Kinoleuten im Fernsehmuseum. Andauernd wird dort von den super tollen HI-Lampen gesprochen, fast schon gefaselt. Nirgendwo in den Artikeln steht, daß "HI" für "Hoch-Intensität" bei den uralten Kohlebogenlampen steht. Darum hier eine erste Liste, was wir brauchen, um solch einen MS-SQL-Server zu bauen.
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Die Hardware ist nur mittelprächtig wichtig
Ab dem Erscheinen des Intel i5 Prozessors mit 4 Kernen (etwa 2012) ist alles an Hardware brauchbar. Diese PC-Platformen haben alle 4 oder 6 SATA Ports, die alle mit SSDs umgehen können. Der i5 Prozesor hat eine Grafik Einheit für 2 digitale LCD Displays dabei, es wird also keine Grafikarte benötigt.
Der Esprimo E900 , E910, unsere Wahl, kann bereits 16 GB RAM aufnehmen, der E910 und der E920 können dann 32 GB RAM aufnehmen. Das reicht für einen virualisierten Server auf der Basis von opensuse Linux aus.
Diese Esprimo PCs haben noch die alten runden Tastatur und Maus Anschlüsse, erkennen im Bios aber auch die ganzen USB 2.0 Komponenten mit insgesamt 10 USB2 Ports. Mehrere PCIE und ein PCI Slot ermöglichen weitere USB3 Paddleboards und sonstiges Zubehör. Das BIOS aus 2015 erfüllt alle heutigen Ansprüche und die Lüftersteuerung ist sehr angenehm automatisiert. Und sie bekommen ihn für unter 100 Euro. Die Netzeile sind hochoptimiert und im Schlafmodus (bei uns der WakeOnLan Modus) braucht er nachts nur 1 Watt.
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Einen zweiten Arbeits-PC brauchen Sie immer
Den zweiten PC mit Internetzugang brauchen Sie immer zum Vorbereiten der USB Boot-Sticks. Als Betriebssystem kann sogar WIN XP und WIN7/32 dienen. Sicher ist WIN10/64 "besser", doch wir wollen nur aus dem Internet die Software zum Füllen eines USB Sticks sowie die ISO- Dateien der anvisierten Betriebssysteme herunterladen.
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Und wenn an Ihrem Router nicht mehr genügend Ethernet Ports (Buchsen) frei sind, benötigen Sie einen kleinen 8-Port Twisted Pair Switch für 22 Euro.
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Für unsere SQL-Zwecke brauchen wir 2 Betriebssysteme
Ich bevorzuge seit über 25 Jahren die Linux Distri von Suse, inzwischen opensuse. Dort auf deren Download Seiten gibt es zwei aktuelle Dateien der zur zeit aktuellen Version Leap 15.6.
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openSUSE-Leap-15.6-DVD-x86_64-Build710.3-Media.iso 4,31 GB ISO Image
openSUSE-Leap-15.6-NET-x86_64-Build710.3-Media.iso 261 MB ISO Image
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Weiterhin benutze ich die WIN10 ISO Resvue Datei von Fujitsu
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Fujitsu-Disc01_Rcovery-DVD-W10-Prof-X64-M03.iso 6,46 GB ISO Image
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Zum Erstellen eines bootfähigen USB Sticks (8GB Sticks reichen dazu aus) gbt es mehre kostenfreie Werkzeuge zum Download von WIN XP bis WIN 10 in allen Varianten. RUHFUS ist solch ein Tool, Etcher ebenfalls.
Etcher-Portable-1.2.0-x64-ab-win7-gut-für-leap-15.6.exe 49,8 MB
Etcher-Portable-1.2.0-x86-ab-win7.exe 45,8 MB Anwendung
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Mit diesen Hilfsmitteln setzen wir den "Server" auf
Alle unsere Server werden inzwischen virtualisiert. Ich möchte nie wieder auf einem harten Holzhocker in einem lärmenden Serverraum irgendwelche stressigen Fehler suchen und bereinigen. Das ist alles Technik von gestern und nicht mehr zeitgemäß.
Das bedeutet aber, daß das Grundsystem eines virtuellen Server absolut stabil laufen muß - wobei absolut auch absolut heißt.
Das Grundsystem installiere ich mit der opensuse Leap 15.6 ISO Datei - die gleiche wie auf dem Bootstick. Wie das geht, steht auf dieser Seite. Auch die zukünftigen VMs werden mit den jeweiligen beiden ISO Dateien installiert, die ich in dieses Grundsystem in ein /temp-iso/ Verzeichnis kopiert habe.
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Für unsere Tests der MS-SQL Engine brauche ich das hier
Von der Microsoft Seite lade ich die beiden MS-SQL Express Installations Archive, bei Linux eine RPM Datei, bei Windows eine EXE Datei:
(1) mssql-server-17.0.925.4-1.x86_64.rpm 301 MB RPM-Datei
(2) SQLEXPR_x64_DEU.exe mit ca 277 MB
herunter.
Ob ich die SQL Tools von Microsoft auf dem Server brauche, ist unbestimmt. Das wäre dann die Datei
SQLEXPRADV_x64_ENU.exe mit ca. 457 MB
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Die Installation der beiden SQL-Express Dienste steht auf deren Seiten.
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Der neue Server wird von Anfang an ferngesteuert
Das bedeutet, das Esprimo PC-Chassis wird nach der Installation des Grundsystems in einen Netzwerkschrank verfrachtet und bekommt außer der Netzzuleitung gerade mal das Netzwerkkabel eingesteckt, weiter nichts.
Von jetzt an "muß" alles "REMOTE" funktionieren.
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Dazu brauche ich ein Windows Programm für die SSH-Fernkonsole (Secure Socket Shell), bei uns ist das seit über 20 Jahren das Programm "putty", eine geniale Text-Konsole.
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putty-64bit-0.82-installer.msi 3,62 MB Windows Installer-Paket 08.12.2024
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Zum Transport (Kopieren) von großen Dateien auf den Server empfehle ich das Programm WINSCP, welches die Verschlüsselungs- Mechanismen von "putty" benutzt.
Zur Verwaltung der virtuellen Maschinen brauche ich (leider) für den sogenannten "virt-manager" eine Grafikkonsole des Servers. Den Grafik-Bildschirm des Servers (des Gundesystems) holen wir uns parallel zur SSH Textkonsole mit dem VNC-Viewer auf unseren lokalen PC.
Dazu installieren wir
vncviewer-1.15.0.exe 20,9 MB Anwendung 23.10.2025 01:05
oder
vncviewer64-1.15.0.exe 22,7 MB Anwendung 23.10.2025
oder den
TightVNCViewerPortable
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Später brauchen wir auch noch den uralten "Angry IP Sanner" zum Püfen unserer beiden Server und der SQL Ports, inzwischen auch 20 Jahre alt. (ipscan-2.21.exe)
Und zum Aufwecken des schlafenden Servers brauchen wir noch den Nirsoft "WakeMeOnLan-32-bit".
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